Google-Unternehmensprofil für Handwerker

Raphael Pönicke
Gründer von ONE STEP Marketing
Inhaltsverzeichnis
- Schritt 1: Die Grunddaten, die Google wirklich auswertet
- Schritt 2: Leistungen und Beschreibung
- Schritt 3: Echte Fotos statt Bilddatenbank
- Schritt 4: Bewertungen systematisch einsammeln
- Schritt 5: Öffnungszeiten und Notdienst pflegen
- Schritt 6: Beiträge und Fragen nutzen
- Die häufigsten Fehler
- So geht es weiter
Wenn jemand „Dachdecker in der Nähe“ oder „Heizungsbauer Saarlouis“ sucht, zeigt Google zuerst eine Karte mit drei Betrieben. Wer dort steht, bekommt den Anruf. Die Grundlage dafür ist das Google-Unternehmensprofil, früher „Google My Business“. Es kostet nichts, und trotzdem ist es bei vielen Handwerksbetrieben halb leer.
Hier steht, was Sie in einem Nachmittag einrichten und danach in zehn Minuten pro Woche pflegen.

Orange markiert: das Unternehmensprofil eines Dachdeckers. Grün darüber: eine bezahlte Maps-Anzeige desselben Betriebs.
Schritt 1: Die Grunddaten, die Google wirklich auswertet
Melden Sie sich unter business.google.com an und beanspruchen Sie Ihr Profil. Danach kommt das Wichtigste:
- Hauptkategorie: Wählen Sie die eine Kategorie, die Ihr Kerngeschäft am genauesten trifft, also „Dachdecker“ und nicht „Bauunternehmen“. Die Hauptkategorie hat den größten Einfluss darauf, bei welchen Suchen Sie erscheinen.
- Weitere Kategorien: Ergänzen Sie, was Sie zusätzlich anbieten, etwa „Klempner“ oder „Solaranlagen-Installateur“. Aber nur, was Sie wirklich machen.
- Name: genau so, wie er auf Ihrem Schild und Ihrer Rechnung steht. Zusätze wie „Bester Dachdecker Saarlouis“ im Namen verstoßen gegen die Regeln.
- Adresse und Einzugsgebiet: Wenn Kunden nicht zu Ihnen kommen, sondern Sie zu den Kunden, blenden Sie die Adresse aus und tragen stattdessen die Orte ein, in denen Sie arbeiten.
- Telefonnummer und Website: dieselbe Nummer wie auf Ihrer Website. Unterschiedliche Nummern und Adressen im Netz verunsichern Google.
Schritt 2: Leistungen und Beschreibung
Unter „Leistungen“ können Sie jede Arbeit einzeln anlegen, mit einem Satz Erklärung. Schreiben Sie so, wie Ihre Kunden suchen: „Dachreparatur nach Sturmschaden“ statt „Instandsetzung der Dacheindeckung“.
Die Beschreibung darf bis zu 750 Zeichen lang sein. Nennen Sie dort, was Sie machen, wo Sie arbeiten und was Sie von anderen unterscheidet, zum Beispiel einen Notdienst oder eine Meisterprüfung.
Schritt 3: Echte Fotos statt Bilddatenbank
Ein Profil mit echten Fotos wirkt sofort glaubwürdiger. Laden Sie hoch:
- Ihr Team und Ihre Fahrzeuge
- Baustellen vorher und nachher
- Ihren Betrieb von außen, damit Kunden Sie finden
Machen Sie es sich zur Gewohnheit: Nach jeder Baustelle zwei, drei Fotos mit dem Handy, direkt ins Profil. Das dauert eine Minute und zeigt Google, dass Ihr Betrieb aktiv ist.
Schritt 4: Bewertungen systematisch einsammeln
Bewertungen sind der stärkste Hebel im ganzen Profil. Der einfachste Weg:
- Kopieren Sie im Profil den Link „Rezensionen erhalten“.
- Schicken Sie ihn nach jeder abgeschlossenen Baustelle per WhatsApp an den Kunden, am besten noch am selben Tag.
- Bedanken Sie sich bei jeder Bewertung mit einer kurzen Antwort, auch bei kritischen.
Eine Antwort auf eine schlechte Bewertung lesen später viele andere Interessenten. Bleiben Sie sachlich und bieten Sie eine Lösung an. Das wirkt oft besser als zehn Sterne ohne Text.
Schritt 5: Öffnungszeiten und Notdienst pflegen
Tragen Sie Ihre Bürozeiten ein und dazu Sonderöffnungszeiten an Feiertagen. Wenn Sie einen Notdienst anbieten, gehört er ins Profil. Gerade bei Suchen wie „Rohrreinigung Notdienst“ rufen Menschen den Betrieb an, bei dem „Jetzt geöffnet“ steht.
Schritt 6: Beiträge und Fragen nutzen
Über „Beiträge“ können Sie kurze Neuigkeiten veröffentlichen: ein abgeschlossenes Projekt, eine freie Stelle, ein Angebot vor dem Winter. Ein Beitrag im Monat reicht.
Unter „Fragen und Antworten“ dürfen Sie selbst die Fragen stellen und beantworten, die Kunden Ihnen am Telefon immer wieder stellen. Das spart Ihnen Anrufe und zeigt Kompetenz.
Die häufigsten Fehler
- Das Profil einmal angelegt und nie wieder angefasst
- Alte Telefonnummer oder falsche Öffnungszeiten
- Fotos aus Bilddatenbanken statt von echten Baustellen
- Keine einzige Antwort auf Bewertungen
- Mehrere Profile für denselben Betrieb
So geht es weiter
Das Unternehmensprofil ist die Grundlage. Mehr Sichtbarkeit bringen danach eigene Seiten für Ihre wichtigsten Orte, wie im Artikel zu lokaler SEO für Handwerker beschrieben, und bei Bedarf bezahlte Anzeigen, siehe Google Ads für Handwerksbetriebe.
Wenn Sie wissen wollen, wo Ihr Profil heute steht, schauen wir es uns im Erstgespräch gemeinsam an.
Über den Autor

Raphael Pönicke
Seit über 15 Jahren im Marketing, 2013 hat er seine erste Marketingagentur gegründet. Heute leitet er ONE STEP Marketing in Dillingen und führt jedes Erstgespräch persönlich.
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