Klick-Funnel statt Kontaktformular

Raphael Pönicke
Gründer von ONE STEP Marketing
Inhaltsverzeichnis
Eine E-Mail kommt rein: „Was kostet ein neues Dach?“ Keine Adresse, keine Größe, kein Zeitraum. Sie rufen zurück, fahren raus, schreiben ein Angebot, und am Ende macht es der Schwager. Jeder Handwerker kennt das.
Ein Klick-Funnel dreht das um: Der Kunde beantwortet die wichtigsten Fragen, bevor Sie zum Telefon greifen.
So funktioniert ein Klick-Funnel
Statt eines Formulars mit leeren Feldern sieht der Besucher eine Frage nach der anderen, jeweils mit großen Kacheln zum Antippen:
- Um was geht es? (Reparatur, Sanierung, Neubau)
- Was genau soll gemacht werden?
- Wann soll es losgehen?
- Was ist wichtiger: günstig oder Premium?
- Welcher Budgetrahmen? (zum Beispiel unter 5.000 €, 15.000 bis 20.000 €, über 30.000 €)
- Zum Schluss: Name, Telefon, Ort

Der Anfrageweg eines Dachdeckers: Jede Antwort ist ein Tipp, danach folgt die nächste Frage.
Was Sie davon haben
- Vorgefilterte Anfragen: Sie sehen vor dem Rückruf, ob sich der Auftrag lohnt.
- Weniger Preisvergleicher: Wer nur „eine grobe Hausnummer“ will, gibt selten ein Budget an.
- Bessere Vorbereitung: Sie wissen beim ersten Telefonat schon, worum es geht.
- Anfragen rund um die Uhr: Viele Kunden recherchieren abends und am Wochenende. Der Funnel arbeitet auch, wenn das Büro zu ist.
Die richtigen Fragen
Ein Funnel ist nur so gut wie seine Fragen. Drei Regeln:
- Höchstens sechs Fragen. Alles darüber gehört ins Telefonat.
- Die leichteste Frage zuerst. „Um was geht es?“ beantwortet jeder. Das Budget kommt später, wenn der Besucher schon drin ist.
- Antworten statt Freitext. Kacheln antippen geht in Sekunden, Tippen auf dem Handy nervt.
Welche Fragen für Ihren Betrieb wichtig sind, hängt von Ihrem Geschäft ab. Ein Heizungsbauer fragt nach dem heutigen Heizsystem, ein Dachdecker nach Dachform und Fläche, ein Badsanierer nach der Größe des Bades.
Funnel und Anzeigen gehören zusammen
Der häufigste Fehler bei Werbeanzeigen: Sie führen auf die Startseite. Dort sucht der Besucher erst einmal, was er tun soll, und ist oft schnell wieder weg.
Führt die Anzeige stattdessen direkt in den passenden Funnel, etwa „Dachreparatur in Saarlouis“ in den Dachreparatur-Funnel, wird aus dem Klick viel häufiger eine Anfrage. Das senkt die Kosten pro Anfrage, ohne dass Sie mehr Werbebudget ausgeben. Wie viel Anzeigen kosten, steht im Artikel Was kostet Google Ads für Handwerker?
Was ein Funnel nicht kann
Ein Funnel ersetzt kein gutes Angebot und keinen schnellen Rückruf. Wer eine vorgefilterte Anfrage drei Tage liegen lässt, verliert sie trotzdem. Planen Sie fest ein, wer die Anfragen täglich bearbeitet.
Ein Beispiel
Für Günter Müller & Sohn haben wir zwei Websites gebaut: eine für die Kanalreinigung und eine mit Badkalkulator für die Badsanierung, beide beworben mit Google Ads. In der Kanalreinigung kamen vorher wenige Anfragen im Monat, heute sind es drei bis fünf Aufträge am Tag. Mehr dazu bei unseren Ergebnissen.
Wenn Sie wissen wollen, wie ein Funnel für Ihren Betrieb aussehen könnte, sprechen wir im Erstgespräch darüber.
Über den Autor

Raphael Pönicke
Seit über 15 Jahren im Marketing, 2013 hat er seine erste Marketingagentur gegründet. Heute leitet er ONE STEP Marketing in Dillingen und führt jedes Erstgespräch persönlich.
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