Was kostet Google Ads für Handwerker?

Raphael Pönicke
Gründer von ONE STEP Marketing
Inhaltsverzeichnis
Die ehrliche Antwort: Es hängt von Ihrem Gewerk und Ihrer Region ab. Damit Sie trotzdem eine Vorstellung bekommen, haben wir die Klickpreise für typische Handwerker-Suchen im Saarland nachgeschaut.
Klickpreise im Saarland
Bei Google Ads zahlen Sie nicht für die Anzeige, sondern für jeden Klick darauf. Der Preis entsteht in einer Auktion. Diese Werte zeigt der Google Keyword-Planer für das Saarland (Stand Oktober 2026):
| Suchbegriff | Suchen pro Monat | Klickpreis ca. |
|---|---|---|
| Elektriker Saarbrücken | 260 | 2,19 € |
| Badsanierung Saarland | 70 | 2,70 € |
| Dachdecker Saarbrücken | 260 | 3,26 € |
| Heizungsbauer Saarlouis | 140 | 3,33 € |
| Elektriker Saarlouis | 110 | 3,80 € |
| Dachdecker Saarlouis | 170 | 9,35 € |
| Wärmepumpe Saarland | 110 | 11,13 € |
| Kanalreinigung Saarlouis | 90 | 12,60 € |
| Sanitär Notdienst Saarbrücken | 20 | 15,47 € |
| Rohrreinigung Saarlouis | 30 | 15,61 € |
Zwei Dinge fallen auf: Notdienste und Rohrreinigung sind teuer, weil viele Anbieter um wenige, sehr dringende Kunden kämpfen. Und derselbe Beruf kann je nach Ort dreimal so viel kosten, siehe Dachdecker in Saarbrücken und Saarlouis.
Vom Budget zur Anfrage: ein Rechenbeispiel
Ein Heizungsbauer setzt 600 € im Monat ein, der Klick kostet im Schnitt 4 €.
- 600 € geteilt durch 4 € ergibt 150 Klicks im Monat.
- Angenommen, 8 von 100 Besuchern fragen an. Das ergibt etwa 12 Anfragen.
- Jede Anfrage kostet damit rund 50 €.
Ob das viel oder wenig ist, entscheidet Ihr Auftragswert. Bei einer Wärmepumpe für 20.000 € ist eine Anfrage für 50 € günstig, selbst wenn nur jede dritte zum Auftrag wird. Bei einer kleinen Reparatur rechnet sich dasselbe vielleicht nicht.
Die Annahme „8 von 100“ ist der Hebel, den viele unterschätzen. Mit einer Startseite ohne klaren Anfrageweg sind es oft nur 2 von 100. Mit einer guten Seite oder einem Klick-Funnel können es deutlich mehr sein. Bei gleichem Budget kostet jede Anfrage dann nur noch einen Bruchteil.
Wo Geld verloren geht
- Falsche Suchen: Ohne Ausschlusswörter zahlen Sie auch für „Heizungsbauer Ausbildung“ oder „Heizung selbst entlüften“.
- Zu großes Gebiet: Wer nur im Kreis Saarlouis arbeitet, sollte nicht für Klicks aus Trier bezahlen.
- Anzeigen rund um die Uhr: Wenn nachts niemand ans Telefon geht, lohnen sich Anrufanzeigen nachts nicht.
- Keine Messung: Wer nicht zählt, welche Anzeige Anrufe und Anfragen bringt, optimiert im Blindflug.
- Startseite als Ziel: Die Anzeige verspricht „Dachreparatur“, die Seite zeigt alles Mögliche. Der Besucher ist weg.
Wie Anzeigen günstiger werden
Der Klickpreis sinkt, wenn Google Ihre Anzeige für relevant hält. Das erreichen Sie mit Anzeigen, die genau zur Suche passen, und Zielseiten, die genau halten, was die Anzeige verspricht. Dazu kommt laufende Pflege: Suchbegriffe prüfen, schwache Anzeigen abschalten, Gebote dort erhöhen, wo Aufträge entstehen.
Für einige Gewerke gibt es außerdem eine Alternative mit Bezahlung pro Anfrage statt pro Klick: Google Lokale Dienstleistungen. Einen Überblick über alle Anzeigenarten finden Sie im Artikel Google Ads für Handwerksbetriebe.
Unsere Empfehlung
Starten Sie mit einem Budget, das Sie drei Monate durchhalten können, und mit wenigen, sehr passenden Suchbegriffen. Nach einem Monat sehen Sie, was eine Anfrage wirklich kostet. Dann entscheiden Sie mit echten Zahlen, ob Sie erhöhen.
Im Erstgespräch rechnen wir gern mit Ihren Zahlen nach, ob sich Google Ads für Ihren Betrieb lohnt.
Über den Autor

Raphael Pönicke
Seit über 15 Jahren im Marketing, 2013 hat er seine erste Marketingagentur gegründet. Heute leitet er ONE STEP Marketing in Dillingen und führt jedes Erstgespräch persönlich.
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